Zukunftsbahnhof Münchendorf


Einen neuen Bahnhof in der kleinen Gemeinde Münchendorf in Niederösterreich zu entwerfen, war die Entwurfsaufgabe für diesen Studierendenwettbewerb, der im Rahmen einer Lehrveranstaltung durch die Zusammenarbeit mit drei Architektur-Studierenden und einem Bauingenieurswesen-Studenten durchgeführt wurde und österreichweit den 2. Preis erreichte.



ENTWURF  


Die Gleise werden durch Brücken über das abgesenkte Bahnhofsgelände geführt. Dadurch öffnet sich ein breiter Raum darunter. Die Brücke mit der Lärmschutzwand fügt sich in die Umgebung ein. Der neue Bahnhof von Münchendorf soll als multimodaler Verkehrsknoten fungieren. Das Busliniennetz wird mit einer zusätzlichen Bushaltestelle am Bahnhof erweitert, die sich am Vorplatz befindet. Weiters haben Fußgänger, Radfahrer einen schnellen direkten Zugang zum Bahnhof. Ein Parkplatz für Menschen mit besonderen Bedürfnissen wird direkt zum Lift erschlossen. Durch die Absenkung des Geländes entsteht ein neuer öffentlicher Raum unterhalb der Brücken. Sitzstufen und Rampen definieren die „künstliche“ Topografie, die zum Verweilen einlädt. 

Der Bahnhof soll wieder Mittelpunkt im öffentlichen Geschehen werden. Wir wollten keine Unterführung im klassischem Sinne planen, wir wollten den Bahnhof öffnen und wieder in den den öffentlichen Raum integrieren. Somit war für uns klar, dass wir einen offenen Bahnhofshalle gestalten wollen, welcher eine vielfältige Nutzung zulässt. Deshalb haben wir das Gelände abgesenkt und führen die Gleise über Brücken. Die Höhenschichtlinene des neuen Geländes werden als Sitzstufen ausgeführt, die aus Beton gefertigt sind. Ebenfalls sind Rampen in die Topografie eingebettet, die den Zugang für Fußgänger und Radfahrer erleichtert. Durch die Rampe gelangt man in die offene Bahnhofshalle, diese ist sehr großzügig gestaltet und wird natürlich mit Oberlichten belichtet. 
























Zwei Glasboxen ragen aus den Stufen hervor. Diese Boxen sind Eingänge für die Räumlichkeiten in der „Erde“ und fungieren als Windfang. Im nördlichen Bereich befindet sich der Wartebereich mit den Zugängen zu den WCs, weiters befindet sich hier der Lift zu einen der zwei Bahnsteige. Als weitere Nutzung bieten wir hier die Möglichkeit für ein Cafè an, das extern betrieben werden kann und die Belichtung durch Schlitze zwischen den Sitzstufen erlangt. Im südlichen Bereich befindet sich der Eingang für 100 Fahrradabstellplätze, den zweiten Lift und den Technikbereich. Die Fahrradabstellplätze sind gut vor Witterung und Diebstahl geschützt. Die Technikräume können als eigener Bereich abgeschlossen werden.






 

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